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Mit einem
kurzen schwanzwedeln kann ein Hund mehr
ausdrücken, als manche Menschen mit stundenlangem Gerede!
L. Amstrong
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Hunde
spiegeln meist die Gemütsverfassung ihre Umgebung wieder. Wenn
ein Hund herumtollt und vergnügt ist, sind bei seinem Herrchen
(Frauchen) meist die gleichen Anzeichen festzustellen.
J. Sannders |
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Weichenstellung im Welpenalter
Wenn wir
wissen, dass die bestmögliche Entfaltung der erblichen Anlagen
unserer heranwachsenden Hunde von der
UMWELT abhängt, ist zu fragen , worauf es hier wirklich
ankommt.
Die
soziale Umwelt ist die Basis der Verhaltens- und
Wesensentwicklung.
Wir
wissen, dass der Wolf durch den Menschen zum Hund geworden ist.
Man
könnte sagen, dass der Mensch dem Wolf Stück für Stück
die Zwangsjacke seiner Instinkte aufgeknöpft hat. Und im
Wandel vom Wolf zum Haushund haben wir so dem ehemaligen
Wildtier in weiten Bereichen seine
Selbständigkeit genommen und in unsere
Abhängigkeit gebracht. Das bedeutet, dass der Hund, wie wir ihn
heute haben, stets den Menschen braucht.
Wir
Menschen überlassen den Hund gerade dort immer mehr sich selbst,
wo er uns am meisten braucht, in der Erfüllung seiner inneren,
seiner sozialen Bedürfnisse.
Führen
wir uns doch einmal vor Augen, dass ein
gerade gewölfter Welpe eine soziale Umwelt braucht, die
ihm das Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen gibt.
Dass sich
der Hund so vertrauensvoll dem Menschen anschließen kann, hat
eine biologische Grundlage, wir kennen sie –Prägung- .Sie beruht
auf intensivem Lernen, das beim Hund im Verlauf
seiner ersten etwa 16 Lebenswochen geradezu zum Schicksal seines späteren
Verhaltens und Wesen wird.
Wird ein
Welpe von seinen Wurfgeschwistern und Spielkameraden, der Hündin
und dem menschlichen Fürsorgegaranten, also von der Züchterin
oder dem Züchter getrennt, so verliert er schlagartig alles, was für ihn wichtig ist. Das gilt auch
für seine vertraute Umwelt.
Gerade
aber der Verlauf der Trennung des Welpen aus seinem bisherigen
Sozialverband und die Herstellung
einer neuen Bindung an seinen künftigen Fürsorge-Garanten
ist für den Aufbau einer harmonischen Partnerschaft und für ein
sicheres Wesen entscheidend.
Für die
Praxis ist zunächst einmal wichtig, dem neu übernommenen Welpen
jenes Geborgenheitsgefühl zu vermitteln, das er gerade verloren
hat. Die richtige Eingewöhnung des Welpen ist deshalb eine
ernste Aufgabe, die Zeit und vor allem innere Zuwendung
erfordert. Hier gibt es einige Hilfen. Eine in der Wurfkiste
hinterlegten Decke, die den Heimatgeruch trägt in den
hundegerechten Schlaf-Ruheplatz zu legen. Dass ein Welpe nicht
sich selbst überlassen oder gar schädigender Verlassenheitsangst
in der Einzelhaft eines Zwingers ausgesetzt wird, sollte sich ja
von selbst verstehen.
Für
wesensfeste Hunde, bedarf es also nicht nur einer umsichtigen
Zucht, sondern noch etwas, was man mit dem Hund nicht kaufen
kann. Es sind menschliche Qualitäten, die jeder für sich und
seinen Hund selbst erbringen muss.
Allgemein
formuliert kann man daher sagen. Eine sichere Bindung gibt die
innere Freiheit, die nötig ist, zunehmend aus eigenem Antrieb
die Welt zu erobern. In diesem Sinne macht Bindung frei! |